Presse: Scouting for … Muna

Scouting for… Muna
Die Nachrichten um die Auflösung ehemaliger Bundeswehrareale hat in den letzten Jahren für viel Aufregung gesorgt. Primär dreht sich die Diskussion dabei um die Nachnutzung der Flächen, Infrastruktur, Integration in einen städtischen oder ländlichen Kontext etc.
Daran hängen Arbeitsplätze, Belebung von stagnierenden Standorten und vor allem Emotionen. Im Fall des ehemaligen Munitionshauptdepots Muna Schierling ist der Fall noch delikater, denn die ehemals militärisch genutzte Fläche befindet sich innerhalb eines 175ha großen Waldstücks zwischen zwei ländlichen Gemeinden – oberhalb und unterhalb der Erde.
In Form von Waldflächen, Hallen, Verwaltungsgebäuden und 97 Bunkern – baulich sehr gut erhalten, erschlossen und wie geschaffen für ein zweites Leben…
Dass ein Nachnutzungskonzept einen Konsens finden muss zwischen Naturschutz und Nutzungsansprüchen, ökonomischer Machbarkeit, verträglicher Umsetzung und Förderung der Identität ist schon schwierig genug. Dazu kommt das Unverständnis der Bewohner der Gemeinden, die einerseits ein verklärtes Bild vom naturbelassenen Wildwuchs des bisher nicht zugänglichen Areals haben und zudem das Potential dieses einmaligen Ortes verkennen. Dazu noch das komplette baurechtliche Genehmigungsprozedere in zwei Gemeinden und Landkreisen. Dies erfordert einen langen Atem für ein langfristiges Engagement, in dem alle Beteiligten gefordert sind – vom Investor, den Nutzern, über die Gemeinden, Landkreise und die Bevölkerung.
Mit dem Konzept “Scouting for… Muna” von Heim Kuntscher Architekten und Stadtplaner BDA für die Aumer Group wird in mehrere Richtungen gedacht. Ein Mix aus konservativer Wertschöpfung und innovativer Nutzungsszenarien, mit der Natur, in der Natur.
„Scouting for… Muna“
steht dabei sinnbildlich für den ganzheitlichen Planungsansatz, der für eine nachhaltige, ökologisch und ökonomisch verträgliche Entwicklung der einzigartigen Flächen des aufgelassenen ehemaligen Munitionshauptdepots nötig ist.
Der Schwerpunkt liegt auf dem Ökosystem Forst. Einerseits der Schutz und Erhalt von Naturflächen, aber auch die Wertschöpfung durch die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur.
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